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Die 11 besten europäischen Marktplatz-Alternativen zu Amazon und eBay

April 24, 2020 8 min read
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Laut einem Bericht von Digital Commerce 360 haben die Verbraucher 2019 Waren im Wert von über 2 Billionen US-Dollar über Online-Marktplätze gekauft. Das war fast die Hälfte aller E-Commerce-Transaktionen weltweit.

Als Online-Verkäufer sind Sie wahrscheinlich auf der Suche nach neuen Märkten, die Ihr Geschäft ankurbeln und Ihnen ermöglichen, neue potenzielle Kunden zu erreichen. Und angesichts der Tatsache, dass der Online-Umsatz in Europa bis Ende 2020 voraussichtlich 387 Milliarden Euro erreichen wird, ist eine Expansion in diesen Bereich eine Selbstverständlichkeit.

Obwohl Amazon und eBay dominieren, gibt es eine Vielzahl von alternativen europäischen Marktplätzen, die es zu beachten gilt.

1. Allegro

allegro

Wer: Allegro ist der größte Online-Marktplatz in Polen und der fünftmeistbesuchte Marktplatz in Europa.
Was: Haushaltswaren, Küchengeräte, Kleidung, Babyartikel, Sportausrüstung.
Wann: 1999
Wo: Osteuropa
Wie viel: Die Provisionen und Gebühren werden mit Hilfe des Gebührenrechners ermittelt.
Kundenprofil: 194 Millionen monatliche Besuche und ein aktiver Kundenstamm von 14 Millionen.
Wichtigste Anforderungen: Produktlisten und Kundenservice müssen in polnischer Sprache sein.
Neueste Updates: Im März 2018 führte Allegro eine Chat-Funktion ein, um seinen Kundenservice zu verbessern.

2. Cdiscount

cdiscount

Wer: Cdiscount ist nach Amazon der am zweithäufigsten besuchte E-Commerce-Shop in Frankreich, der neue und gebrauchte Produkte verkauft. Einer von drei französischen Online-Käufern ist Berichten zufolge Kunde bei Cdiscount.
Was: Mehr als 9.000 Partnerhändler bieten Produkte in über 40 Kategorien an, darunter Haushaltswaren, Spielzeug, Möbel, Babyartikel, Sportartikel und Elektronik.
Wann: 1998
Wo: Über 150 Länder auf der ganzen Welt
Wie viel? Ein monatliches Abonnement kostet 39,99 € und Provision beginnt bei 5 Prozent abhängig von dem verkauften Produkt.
Kundenprofil: Cdiscount hat sich als Discounter positioniert und bietet 8,6 Millionen aktiven Kunden große Marken wie Samsung, Apple, Michael Kors, Gucci und Lacoste zu günstigen Preisen an.
Wichtigste Voraussetzungen: Der Kundendienst muss in französischer Sprache angeboten werden, und die Verkäufer müssen im Handelsregister ihres Landes eingetragen und regelmäßig bei den zuständigen Steuer- und Sozialversicherungsbehörden gemeldet sein.
Letzte Aktualisierungen: Cdiscount führt eine neue digitale Plattform die es den Anbietern ermöglicht, Werbeflächen auf Cdiscount und anderen Websites zu versteigern, um neue Zielgruppen zu erreichen.

3. Fnac

fnac

Wer? Französischer Einzelhändler Fnac betreibt nach Amazon und Cdiscount die drittmeistbesuchte E-Commerce-Website des Landes.
Was: Mehr als 10 Millionen Elektronik- und Unterhaltungsprodukte von Marken wie Samsung, HP, Canon, Huawei und anderen.
Wann: Fnac startete seinen Marktplatz im Jahr 2008.
Wo: Frankreich, Belgien, Spanien und Portugal
Wie viel: Monatliches Abonnement von 39,90 €, zuzüglich einer variablen Provision auf der Grundlage der verkauften Produkte (einschließlich Versand und Mehrwertsteuer), die zwischen 8 und 14 Prozent liegt. Es fallen keine Eintragungsgebühren an.
Kundenprofil: Fnac hat mehr als 12,4 Millionen Besucher pro Monat und die durchschnittliche Warenkorbgröße seines Kundenstamms ist hoch.
Wichtigste Anforderungen: Die Inserate und die Kundenbetreuung müssen in französischer Sprache erfolgen.
Jüngste Aktualisierungen: Die von dem Einzelhändler kürzlich angekündigte Partnerschaft mit Google Home bedeutet, dass die Kunden Google-Produkte und -Dienste über die Fnac-Website entdecken können.

4. Otto

otto

Wer: Otto ist nach Amazon das zweitgrößte E-Commerce-Unternehmen in Deutschland und verkaufte 2018 Waren im Wert von 13,7 Milliarden Euro.
Was: Die Website bietet rund 1,8 Millionen Artikel von etwa 6.800 Marken in Kategorien wie Kleidung, Möbel, Küchengeräte, Spielzeug, Haushaltsartikel und Elektronik.
Wann: 2016
Wo: In mehr als 20 Ländern, darunter Österreich, Belgien, die Niederlande und Russland.
Wie viel? Es gibt eine einmalige Anmeldegebühr von 10.000 € und Die Provisionen liegen zwischen 15 Prozent und 50 Prozent. Abgesehen davon fallen keine Mitgliedschafts- oder Eintragungsgebühren an.
Kundenprofil: Otto hat 6,6 Millionen aktive Kunden, die meisten im Alter zwischen 25 und 55 Jahren, und 9 Millionen registrierte Nutzer. Die Produktpalette reicht von erschwinglich bis hochwertig. Zu den wichtigsten Marken gehören Only, Nike, Bosch und Philips.
Wichtigste Voraussetzungen: Um Otto-Verkäufer zu werden, müssen Sie mindestens 100 Produkte anbieten, über Erfahrungen mit Marktplätzen oder E-Commerce verfügen und Ihre Inhalte müssen ins Deutsche übersetzt sein.
Neueste Updates: Otto testet derzeit seine neue Augmented Reality (AR)-App, mit der die Kunden ihre Möbelauswahl virtuell in 3-D betrachten können, und bereitet deren Einführung vor. Die Kunden zeigen einfach mit ihrem Smartphone auf den Boden und wählen die 3-D-Option, um sofort zu sehen, wie ihre Möbel an der gewünschten Stelle in ihrer Wohnung aussehen werden.

5. Rakuten PriceMinister

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Wer: Rakuten PriceMinister gehört zum japanischen Riesen Rakuten Group und ist die fünftmeistbesuchte E-Commerce-Website in Frankreich.
Was: Alles von neuen und gebrauchten Büchern, Elektronik, Haus- und Gartenartikeln bis hin zu Schuhen, Handtaschen, Gesundheit und Schönheit.
Wann: PriceMinister wurde im Jahr 2000 gegründet, 2010 von Rakuten übernommen und im März 2018 umbenannt.
Wo: Rakuten PriceMinister hat Kunden in 20 Ländern, darunter Frankreich, Belgien, die Schweiz und Kanada.
Wie viel: Professionelle Verkäuferkonten beginnen bei 39 € pro Monat, während die Provisionen je nach Produktkategorie zwischen 4 und 22 % liegen.
Kundenprofil: Der Marktplatz hat 22 Millionen Mitglieder und 9 Millionen monatlich aktive Nutzer. In der Kategorie Damenbekleidung reicht das Angebot beispielsweise von Marken wie H&M, Vero Moda und Only bis hin zu Sportbekleidung von Adidas und Nike.
Jüngste Aktualisierungen: Rakuten führt eine eigene Kryptowährung mit dem Namen Rakuten Coins ein, die auf der Blockchain-Technologie und dem bestehenden Treueprogramm Super Points basiert.

6. Real.de

real

Wer: Ehemals bekannt als Hitmeister, Real.de ist der drittgrößte Online-Marktplatz in Deutschland.
Das Angebot: Mehr als 14 Millionen Produkte in über 7.000 Kategorien, darunter Haus und Garten, Elektronik, Mode, Accessoires, Camping und Babyartikel.
Wann: Neuauflage im Jahr 2017.
Wo: Real.de liefert in 30 Länder.
Wie viel: Die monatliche Grundgebühr beträgt 39,95 € zzgl. MwSt., für die Anbindung an Ihren Online-Shop fallen weitere 9,95 € an. Drittanbieter können kostenlos unbegrenzt Angebote einstellen. Die Provision (die auf den Gesamtpreis einschließlich Versand erhoben wird) liegt zwischen 6,5 % für Computer, Elektronik und Haushaltsgeräte und 12,5 % für Medienartikel. Es fallen keine Gebühren für die Kündigung Ihres Kontos an.
Kundenprofil: Real.de hat 10 Millionen monatliche Besucher und 6,5 Millionen Kunden.
Aktuelle Neuerungen: Real.de ist Hauptpartner des Deutschen Hockey-Bundes geworden, um dessen Bewusstsein für Ernährung und Fitness zu fördern.

7. Bol.com

bol.com

Wer: Bol.com wurde kürzlich zum beliebtesten Einzelhändler bei den niederländischen Verbrauchern für sein Sortiment, seine schnelle Lieferung und seine Bequemlichkeit gewählt.
Das Angebot: Fast 16 Millionen Artikel in mehr als 20 Kategorien, darunter Elektronik, Spielzeug, Bücher, Babyartikel, Gesundheits- und Lifestyle-Produkte, Schmuck und Accessoires, Sport und Freizeit.
Wann: Bol.com wurde 1999 gegründet und startete seinen Marktplatz im Jahr 2011.
Wo: Belgien und die Niederlande
Wie viel: Es gibt keine monatlichen Gebühren, keine Anlaufkosten und keine Inseratsgebühren, und die Verkäufer zahlen nur eine Provision für das, was verkauft wird. Der Preisnachlass bei Bol.com beträgt je nach Artikel zwischen 5 und 17 Prozent.
Kundenprofil: Der Marktplatz hat fast 8 Millionen aktive Kunden in den Niederlanden und Belgien.
Wichtigste Anforderungen: Die Verkäufer werden anhand von Fragen zur Vorqualifizierung ausgewählt, die Sie hier . Es sind nur legale Produkte erlaubt und eine Lizenz für die angebotenen Produkte ist ebenfalls erforderlich.
Letzte Aktualisierungen: Seit April 2018 hat Bol.com in Zusammenarbeit mit Pets Place (das größte Zoofachgeschäft in den Niederlanden), um eine breite Palette von Heimtierprodukten zu verkaufen. Pets Place verkauft Produkte für Haus- und Nutztiere, darunter Futter, Schuhe, Tierheime, Kleidung und andere Haustierartikel.

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8. Spartoo

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Wer? Französischer Marktplatz Spartoo ist in seinem Heimatland und in weiten Teilen Europas ein bekannter Name.
Was: Schuhe und Kleidung.
Wann: 2006
Wo: Das Unternehmen ist in 30 europäischen Ländern tätig, darunter Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich und das Vereinigte Königreich, und bedient Kunden in 12 verschiedenen Sprachen.
Wie viel: Der monatliche Mitgliedsbeitrag beträgt 35 £ und die Provision liegt zwischen 15 und 20 Prozent. Es fallen keine Eintragungs- oder einmaligen Anmeldegebühren an.
Kundenprofil: Mit 450 Millionen Nutzern besteht die Kernzielgruppe von Spartoo aus Frauen zwischen 30 und 40 Jahren.
Wichtige Anforderungen: Spartoo arbeitet nur mit Verkäufern zusammen, die mindestens 250 SKUs anbieten können.
Neueste Updates: Spartoo hat gerade eine ein Partnerschaftsabkommen mit shoes.de Das bedeutet, dass Einzelhändler ihre Ware nun auch über den Online-Händler Spartoo anbieten können.

9. Zalando

zalando

Wer: Zalando ist ein deutsches E-Commerce-Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin und Außenstellen für Innovationen in Helsinki, Dublin und Lissabon.
Was: Über 1.500 Mode- und Schuhmarken, von der Straße bis zur Oberklasse, für Männer, Frauen und Kinder.
Wann: Seit 2008
Wo: In 15 europäischen Ländern (demnächst 18), darunter Frankreich, Italien und Belgien.
Wie viel: Die Provision beträgt 8 Prozent pro Verkauf.
Kundenprofil: In Q317 hatte Zalando 22,2 Millionen aktive Kunden, die über 200 Millionen Besuche pro Monat verzeichneten.
Wichtigste Anforderungen: Sie müssen Produkte in den folgenden Kategorien anbieten: Bekleidung, Schuhe, Sportbekleidung und -ausrüstung, Accessoires. Sie sollten Lieferung und Rücksendung anbieten, ein 100-tägiges Rückgaberecht einräumen undmit dem im Vereinigten Königreich ansässigen Lieferdienst Hermes versenden.
Jüngste Aktualisierungen: Im Juni 2018 hat Zalando seine Geschäftstätigkeit auf Irland und die Tschechische Republik ausgeweitet.

10. La Redoute

La Redoute

Wer: La Redoute ist einer der beliebtesten Online-Shops in Frankreich.
Was: Mode und Haushaltswaren im mittleren und oberen Preissegment, die sich zu gleichen Teilen auf Eigenmarken und Fremdmarken wie Adidas, Superdry, Mango und Petit Bateau verteilen.
Wann: La Redoute wurde 1837 gegründet und hat 2010 einen Marktplatz eingerichtet.
Wo: Das Unternehmen ist in Frankreich sowie in 26 weiteren Ländern vertreten.
Wie viel: Ein Monatsabonnement kostet 49,90 €, und es fallen keine Eintragungs- oder einmaligen Gebühren an. Die Provisionen liegen zwischen 8 und 20 Prozent.
Kundenprofil: La Redoute hat über 11 Millionen registrierte Nutzer, von denen 90 Prozent weiblich sind. Die Kernzielgruppe sind Frauen zwischen 25 und 45 Jahren.
Wichtige Anforderungen: La Redoute bezeichnet sich selbst als kuratierten Marktplatz und ist als solcher sehr wählerisch, was die Auswahl von Drittanbietern angeht. Die Händler müssen entweder Markeninhaber oder zum Verkauf der Marke berechtigt sein und sich bei einem Jahresumsatz von mehr als 35.000 € in Frankreich bei den französischen Steuerbehörden für die Mehrwertsteuer registrieren lassen.
Jüngste Aktualisierung: La Redoute ist eine der 2.000 Plattformen in Europa, die MangoPay eingeführt haben, eine Crowdfunding-Zahlungsmethode in ihre Einkaufswagen-Optionen aufgenommen haben.

11. Asos

Wer: Asos ist ein schnell wachsender Internethändler für Mode. Im Jahr 2010 wurde ein eigener Marktplatz eingerichtet , der es Boutiquen, Vintage-Sammlern und Designern ermöglicht, mit Kunden aus aller Welt zu handeln.
Was: Mode und Vintage-Kleidung im mittleren Preissegment. Über 800 kleine Unternehmen verkaufen jetzt auf dem Asos-Marktplatz.
Wann: Asos wurde im Jahr 2000 gegründet, aber der Asos Marketplace wurde erst im November 2010 eröffnet.
Wie viel: 20 £ pro Monat und 20 % Provision für jeden verkauften Artikel. Das Einstellen von Artikeln ist kostenlos und Sie können so viele Artikel einstellen, wie Sie möchten.
Kundenprofil: Asos ist bei Millennials sehr beliebt und hat eine große weltweite Reichweite. Das Unternehmen hat 12,4 Millionen aktive Kunden in 240 verschiedenen Ländern und Territorien.
Wichtigste Voraussetzungen: Sie müssen einen Antrag stellen, um auf dem Asos-Marktplatz zu verkaufen. Damit Ihre Bewerbung erfolgreich ist, müssen Sie entweder ein aufstrebendes Designtalent, ein innovatives, unabhängiges Label und eine Boutique oder ein Verkäufer feinster Vintage-Sortimente sein.
Aktuelles Update: 2019 hat Asos Marketplace in Zusammenarbeit mit Oxfam, Barnardo’s und TRAID einen Charity-Shop eröffnet.

12. OnBuy

OnBuy

Wer? OnBuy ist der am schnellsten wachsende Marktplatz der Welt, geschaffen von Gründer und CEO Cas Paton.
Was: Alles aus den Bereichen Elektronik, Haushaltswaren, Bücher, Heimwerkerbedarf, Werkzeuge, Spielzeug und Spiele und vieles mehr.
Wann: Gegründet im November 2016.
Wo: OnBuy hat seinen Sitz im Vereinigten Königreich und wird bis Ende 2023 spezielle Websites in über 140 Ländern einrichten.
Wie viel: Verkaufen mit OnBuy beginnt bei nur £19 pro Monat mit wettbewerbsfähigen Verkaufsgebühren und ohne Inseratsgebühren. Ein Paket-Upgrade ist für zusätzliche 20 £ pro Monat erhältlich und bietet zusätzliche Vorteile.
Die wichtigsten Voraussetzungen: Unternehmen müssen über ein PayPal-Geschäftskonto verfügen (das während des Anmeldevorgangs eingerichtet werden kann), und für die Produkte sind Strichcodes erforderlich, da OnBuy ein Katalogsystem verwendet, obwohl einige Produkte und Kategorien davon ausgenommen sind.
Kundenprofil: OnBuy verzeichnet knapp 7 Millionen Besucher pro Monat, die alles Mögliche online einkaufen.
Jüngste Aktualisierungen: Anfang 2021 erfolgt die Ausweitung auf 42 Länder, gefolgt von weiteren 100 Ländern bis Ende 2023.

Abschließende Überlegungen

Die Wahl des richtigen Kanals, um Ihre Reichweite in Europa zu erhöhen, ist ein guter Weg, um ein neues Publikum zu erreichen. Amazon und eBay sind zwar hervorragende Verkaufsplattformen, aber die Erkundung alternativer europäischer Marktplätze kann letztlich Ihre Sichtbarkeit und Reichweite verbessern, was wiederum den Umsatz steigert.

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